Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Doppelsiegel Jubiläum

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sonn- und feiertags
14 - 18 Uhr

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Jubiläumsausstellung

„Die combinierte Akademie“ – Die Vereinigung der Universitäten Wittenberg und Halle

Ansicht der Universitäts- und Festungsstadt Wittenberg im Jahr 1656, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Mscr.DRESD.C.515

Ansicht der Universitäts- und Festungsstadt Wittenberg im Jahr 1656, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Mscr.DRESD.C.515

„Wer es mit Wissenschaft und Kunst redlich meint, kann uns eine hektische Fortdauer in Wittenberg nicht anmuthen.“ So fasste der Wittenberger Universalgelehrte und spätere erste Rektor der vereinigten Universität Halle-Wittenberg Johann Gottfried Gruber den Standpunkt der Wittenberger Professoren im Juli 1813 zusammen.

Am 12. April 1817 verabschiedete König Friedrich Wilhelm III. von Preußen das Regulativ zur Vereinigung der ehemaligen sächsischen Universität Wittenberg mit der preußischen Universität Halle. Vorausgegangen waren dieser Verfügung langjährige Bemühungen der Wittenberger Professoren um die Verlegung ihrer von Krieg und Besatzung geplagten Akademie in das Innere Sachsens. Nachdem Wittenberg gemäß den Beschlüssen des Wiener Kongresses 1815 preußisch geworden war, mündeten diese Bestrebungen in der Vereinigung der beiden mitteldeutschen Hochschulen, die am 21. Juni 1817 durch die Aufnahme der Wittenberger Professoren in den halleschen Senat vollzogen wurde.

Anlässlich der 200. Wiederkehr dieses Ereignisses wird im Hauptgebäude der Universität eine Sonderausstellung präsentiert.

Im Zentrum der 150 qm großen Ausstellung steht die Zusammenführung der beiden bedeutenden mitteldeutschen Universitäten Wittenberg und Halle. Selbstzeugnisse, Urkunden und Grafiken zeigen den Ablauf und die Vielschichtigkeit dieses Vorgangs.

Die von 22 Leihgebern unterstützte Schau verfolgt die wechselhafte Geschichte der beiden mitteldeutschen Hochschulen während und nach der Franzosenzeit und führt in das Phänomen des großen Universitätssterbens um 1800 ein. Sie gewährt Einblicke in den Wiener Kongress, der mit der Teilung Sachsens die Grundlage für die Schaffung der preußischen Provinz Sachsen (heutiges Sachsen-Anhalt) und die Vereinigung der beiden Universitäten schuf.

Mit hochkarätigen Exponaten öffnet die Ausstellung spannende Einblicke in die schicksalhafte und bewegte Zeit der europäischen Kultur- und Universitätsgeschichte im beginnenden 19. Jahrhundert. Zu sehen sind erstmals in Sachsen-Anhalt die Deutsche Bundesakte von 1815 und das silberne Rektorsiegel der Universität Wittenberg von 1511. Als weitere Höhepunkte gelten die Pistole des Königs von Westphalen und ein Erdglobus der Universität Wittenberg von 1599, von dem weltweilt nur noch ein weiteres Exemplar in Venedig existiert.

Vernissage: 12. April 2017, 17 Uhr
Ausstellungsdauer: 13. April bis 9. Juli 2017
Finissage: 9. Juli 2017, 15 Uhr

Typar Universität Wittenberg von 1511, Münzkabinett Berlin

Typar Universität Wittenberg von 1511, Münzkabinett Berlin

Deutsche Bundesakte von 1815 (Ausschnitt), Bundesarchiv, DB 1 - U 1

Deutsche Bundesakte von 1815 (Ausschnitt), Bundesarchiv, DB 1 - U 1

Globus der Universität Wittenberg von 1599, Staatsbibliothek zu Berlin

Globus der Universität Wittenberg von 1599, Staatsbibliothek zu Berlin

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