Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kontakt

Zenrale Kustodie

Telefon: 0345 5521733

Universitätsplatz 11 (Löwengebäude)
06108 Halle

Weiteres

Login für Redakteure

Kunstsammlung der Universität

Die Kunstsammlung der Universität

Szepterpaar der Halleschen Universität, 1694

Szepterpaar der Halleschen Universität, 1694

Die Zentrale Kunstsammlung ist die älteste Sammlung der Universität. Ihre Geschichte begann mit der Gründung der Fridericiana am 12. Juli 1694 und der Schenkung der Insignien durch den Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg an den Rektor. Die Szepter und die symbolischen Schlüssel, die Medaillen anlässlich der Gründung der Universität geprägt, die Talare und die ersten Rektorenporträts bildeten die Grundlage der heutigen Kunstsammlung der Universität. Diese zeremoniell-repräsentativen, von Künstlern gefertigten Gegenstände, wurden in Sammlungsschränken im Rektorat untergebracht.
Für die Betreuung waren Beamte des Rektors bis zur dritten Hochschulreform in der DDR im Jahre 1968 zuständig. Im Laufe der Zeit waren die Kunstgegenstände auf verschiedene Institutionen der Universität verteilt worden.
Die museologisch-kunstwissenschaftliche Betreuung wurde schließlich der am 18. Oktober 1979 gegründeten Zentralen Kustodie übertragen.
Der Leiter dieser zentralen Einrichtung trug die verstreuten Kunstgegenstände wieder zusammen und legte erstmals fachgerecht eine Kunstsammlung, bestehend aus den Untersammlungen für Gemälde, Plastiken und Kunsthandwerk. Durch Schenkungen, Ankäufe und Neuaufträge an zeitgenössische Künstler, beispielsweise die Rektorenporträts, Jubiläumsmedaillen, Graphikmappen und andere Aufträge baubezogener Kunst, erweitert.

Besonders seit dem 19. Jahrhundert ehrt die Universität zahlreiche berühmte Persönlichkeiten, die sich um die Alma mater verdient gemacht haben, durch Marmor- und Bronzebüsten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr dieser Brauch seine Glanzzeit. Mit der halleschen Bildhauerin Grete Budde fand das bildhauerische Porträtschaffen seinen Höhepunkt und sein Ende. Grete Budde schuf 16 Gelehrtenplastiken, die zwischen 1910 und 1955 entstanden.
Die Professorenbüsten wurden zuerst in der Aula und zwischen 1927 und 1931 im Wandelgang des Universitätsgebäudes aufgestellt.

Medaille auf die Gründung der Universität, 1694

Medaille auf die Gründung der Universität, 1694

Talar und Barett eines Dekans der Theologischen Fakultät

Talar und Barett eines Dekans der Theologischen Fakultät

Titelblatt des Stammbuchs des Wittenberger Jura-Studenten Johann Heinrich Wolf, 1755

Titelblatt des Stammbuchs des Wittenberger Jura-Studenten Johann Heinrich Wolf, 1755

Mit der Eröffnung der Universitäten Wittenberg und Halle in den Jahren 1502 und 1694 erhielten beide Hohen Schulen kurz nach der Gründung beziehungsweise zur Gründung Hoheitszeichen in Form von Szeptern entsprechend mittelalterlicher Herrschertraditionen. Neben symbolischen Schlüsseln, Petschaften, Medaillen zur Gründung und Talaren wurden zur Repräsentation der „universitas“ Gelehrtenporträts und später Bildnisplastiken für den Konzil- oder Senatssaal angefertigt. Dieser Kunstbesitz, der von Pedellen und Universitätssekretären verwaltet wurde, bildet den Grundstock der ältesten akademischen Sammlung der Universität, der Kunstsammlung der Zentralen Kustodie.


Kunstsammlung
Universitätsplatz 11
Löwengebäude
Tel.: (03 45) 55-2 17 33
Fax.: (03 45) 55-2 17 62
e-mail:

Zum Seitenanfang